Viel Neues in Waidmannslust

Liebe Waidmannsluster und liebe Nachbarn,liebe Freunde und Förderer der Königin-Luise-Kirche, die Überraschung und Freude war bei vielen groß, als sich die Nachricht vom Mobilitätsrat Reinickendorf wie ein Lauffeuer verbreitete, dass auf dem Waidmannsluster Damm zwischen Oraniendamm und der Einmündung der Dianastraße nach einer Entscheidung der Senatverwaltung für Verkehr und Umweltschutz angeordnet worden sei. Denn darauf haben Anlieger, vor allem die Eltern von Schulkindern, und viele Radfahrer lange gewartet.

Seit Jahren hatte die Initiative Waidmannslust mit einer Unterschriftenaktion, zahllosen Schreiben an die Senatsverwaltung, Vor-Ort-Terminen mit dem Bezirksamt und den Fraktionen der BVV dafür gekämpft. Doch dann kam wenige Tage später die Ernüchterung für alle: Es habe sich hier leider um eine Fehlmeldung gehandelt; denn die Tempo-30-Anordnung gelte nur für den nächtlichen Lärmschutz, also von 22 bis 6 Uhr. In dieser Woche wurden bereits die entsprechenden Verkehrsschilder aufgestellt. So sehr alle Beteiligten dieses erste Einlenken der Senatsverwaltung begrüßen, so enttäuschter sind sie über die Ignoranz der eindringlichen Rufe nach mehr Verkehrssicherheit auf diesem Abschnitt des Waidmannsluster Damms.

In einem offenen Brief an die Verkehrssenatorin haben sich nun die Initiative Waidmannslust, der Allgemeine Fahrradclub Deutschlands, die Initiative Zabel-Küger-Damm und mehrere Reinickendorfer Vertreter der Regierungsparteien gewandt, diese Entscheidung zu überdenken zugunsten einer generellen Tempo-30-Anordnung. 

Wer schon lange nicht mehr am Waidmannsluster Damm war, wird den Abschnitt zwischen Artemis- und Hubertusstraße kaum mehr wiedererkennen; denn die drei hier entstehenden Mehrfamilienhäuser haben ihre volle Bauhöhe erreicht, und teilweise wird jetzt schon mit dem Innenausbau begonnen. Dies gilt auch für das ehemals „rote Haus“ (Waidmannsluster Damm 155), das sich nunmehr in lichtem Grau und mit neuen, denkmalgerechten Fenstern präsentiert. Dagegen hat der Abriss des Ladenanbaus an der Ecke Artemisstraße (ehemals „Fernseh-Walther“) begonnen. Hier soll an das Eckhaus um einen Riegel mit weiteren Mietwohnungen erweitert werden.


Vielleicht haben Sie es schon bemerkt: Das einst gut angenommene Restaurant „San Giorgio“ (Waidmannsluster Damm 168) hat die Schließung während der Corona-Krise nicht überdauert. Die Umbauarbeiten für ein asiatisches und Sushi-Restaurant sind hier in vollem Gang. Im Oktober soll es unter dem Namen „Maiami“ eröffnet werden.

Nach dem erfolgreichen Neustart des Kulturangebots in der Königin-Luise-Kirche freue ich mich, Ihnen weitere Veranstaltungen ankündigen zu können:  Am kommenden Sonntag, dem 20. September, 17.00 Uhr, sind Sie eingeladen zu einem Spätsommerlichen Liederabend mit Werken von Fanny Hensel und Clara Schumann. Es musizieren Anna Fey (Gesang), Brigitta Avila (Gesang und Klavier) und Hyeong-Gyoo Park (Klavier).Das vereinzelt schon für Samstag, den 19. September, angekündigte Solokonzert für Cello mit Johannes Przygodda muss auf Samstag, den 26. September verschoben werden. Da die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln nur maximal 40 Zuhörer zulassen, haben sich der Künstler und der veranstaltende Förderverein darauf verständigt, das einstündige Konzert um 17.00 Uhr und um 19.00 Uhr beginnen zu lassen. Um 17.00 Uhr wird der erste Teil der Suite für Violoncello Nr. 6 D-Dur von Johann Sebastian Bach zu hören sein, um 19.00 Uhr der letzte Teil sowie zwei Sonaten von George Crumb und Zóltan Kodály.
Am Sonntag, dem 27. September, erwartet Sie ein Mandolinenkonzert mit den Wildauer Zupfmusikanten unter Leitung von Sophie Timmermann. Auf dem Programm stehen Ouvertüren, Tänze, internationale Folklore und Volkslieder.  Das Ensemble spielt entsprechend den Hygienevorschriften in reduzierter Größe mit zwei unterschiedlichen Programmen um 17.00 Uhr und um 19.00 Uhr .
Für alle Konzerte gilt freier Eintritt; jedoch wird um Spenden für die Künstler gebeten. Und natürlich müssen sich Veranstalter wie Besucher an die aktuellen Vorschriften gegen die Weiterverbreitung der Corona-Pandemie halten.  

Zuletzt noch etwas Neues vom Dianaplatz: Hier werden seit dieser Woche in der sog. Dianaplatz-Galerie Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Münchhausen-Grundschule gezeigt. Die Aufgabenstellung lautete: Die Wasserbüffel im Fließtal.
Bis zum nächsten Waidmannslust-Newsletter

grüßt Sie herzlich

Ihr Wolfgang Nieschalk
für den Förderverein der Königin-Luise-Kirche
und die Initiative Waidmannslust

(Foto Pixabay)